ARM Prozessoren auf dem Vormarsch?

Wenn man so ein wenig die Medien verfolgt fällt leicht auf das die ARM Prozessoren am Server- als auch am Client-Sektor langsam im Kommen sind. Das hat mich Sicherheit auch mit den aktuellen Problemen Meltdown und Spektre zu tun. Das schreckt viele sicherheitsbewusste Benutzer und Administratoren ab. ESXi-Hypervisor soll zukünftig auch auf 64-Bit-ARM-CPUs laufen. Auf der Keynote konnten die Anwesenden einen Blick auf die Entwicklungsversion von ESXi (6.8.2) werfen, die auf einem ARM Cortex-A72 mit vier Cores lief.
Vor allem wird auch nicht erwartet das in Intels nächsten Generation die Lücke um Spectre v1 hardwareseitig geschlossen sein wird. Daher machen sich immer mehr Software Entwickler daran Geld zu Investieren um die Lücken per Software abzuschwächen (eigentlich Intels Aufgabe).
Auch Fujitsu arbeitet an einer ARM CPU, dem A64FX. Die in 7nm gefertigte CPU klingt vielversprechend ist aber leider für Super-Computer gedacht, nicht für SuperWorkstations.

Auch wenn ich aktuell noch Intel CPU‘s im Einsatz habe, steht bei einem Aufrüsten keine Intel CPU mehr auf dem Plan, selbst dann, wenn ich eine geringere Leistung in kauf nehmen muss. Intel hat es sich mit mir für die nächsten Jahre verscherzt. Ein ARM CPU PC oder Notebook reizt mich aktuell eher, es besteht allerdings kein bedarf die nicht ganz aktuellen Notebooks auszutauschen zumal sie ihre Aufgaben nach wie vor ohne Probleme erfüllen. Verwende dort auch kein Windows mehr.

Daher spielt es für mich auch keine Rolle ob Intel und Microsoft quasi vermählt sind, die Zukunft liegt für mich aktuell in Linux. Einzug und alleine wird eine Workstation mit Windows laufen bleiben, bis ich eine Lösung für Lightroom und Photoshop gefunden habe, um die beiden unter Linux laufen zu lassen. Was die Spiele angeht, nehme ich das, was schon unter Linux läuft und das ist dank Valve, mit Steam, doch schon eine ganze Menge.

Es bleibt also Spannend, wie es mit ARM weiter geht, ebenso mit AMD. Intel kann mir, wie schon gesagt, in nächster Zeit gestohlen bleiben. Ein Unternehmen das so viel Geld erwirtschaftet, um es dann nicht schafft in den neuen Generationen grobe Fehler zu beheben, hat es auch nicht verdient an mir weiter Geld zu verdienen.
Ich persönlich bin mir doch sicher, wir stehen aktuell vor einem Wandel in der IT, wo nun langsam wieder Software- und Hardware Entwickler zusammenarbeiten müssen, um sichere Hardware auf den Markt zu bringen. Und vielleicht schafft es die OpenSource Szene auch auf dem Hardwaresektor eines Tages so weit vorzudringen, wie es Linux auf dem Server Sektor geschafft hat.