Shell-Programmierung – Das umfassende Handbuch

Das Buch startet da, wo man als Einsteiger anfängt, am Anfang. Es wird erklärt, was die Shell ist, welche Shell (bash, ksh, etc.) es gibt sowie eine kurze Geschichte zur Shell und startet dann mit ein paar Linux-Befehlen und Grundlagen, die für die weiterführenden Aufgaben nötig sind. Nach der Einführung geht es dann schon an die Variablen und weiterführend zu den Parametern und Argumenten. Weiters zu Anweisungen wie if und elif, Schleifen, Ein- und Ausgabe, umlenken von Befehlen, Debugging, uvm. Es gibt ein Kapitel, das sich mit der Linux/Unix Kommandoreferenz befasst und unter anderem eines das sich mit der Praxis befasst und dazu entsprechende Beispiel liefert wie z.B. Systemüberwachung, Backups, uvm. Und sogar auf das Thema GUIs und Grafiken wird eingegangen.

Ich würde mal sagen damit ist man schon ganz gut aufgestellt und kann einiges Realisieren, von dem man gar nicht vermutet hätte, dass es mit der Shell möglich gewesen wäre. 2005 war mein erstes Shell-Script im übrigens ein Backup Script, weswegen meine Begeisterung zur Shell bis heute anhält.

Ich habe mich diesmal für die eBook Variante entschieden, weil ich hier die Suche besser nutzen kann, um nachzuschlagen, bzw. ich das Buch auf dem Notebook immer mit dabeihabe. Die Code Beispiele kann man sich übrigens alle runterladen und muss sie nicht gezwungenermaßen selbst abschreiben. Ich mach es aus Übungszwecken allerdings trotzdem immer. Was kann ich noch zu dem Buch sagen? Es liest sich gut, ist also verständlich geschrieben und mich persönlich motiviert es auch am Ball zu bleiben. Meine Empfehlung hat dieses Buch.

Autoren: Jürgen Wolf, Stefan Kania
Verlag: Rheinwerk
Preis: 39,90 € DE Buch / 35,90 € DE eBook / 44,90 € DE Buch & eBook
ISBN: 978-3-8362-4087-1

Libre Office 5.3

Eigentlich wurde das schon im Februar bekannt gegeben, da ich aber nicht so oft nach neuen Versionen von einer Software suche (solange die bei mir installiere ohne Probleme läuft), ist mir entgangen das Libre Office 5.3 schon im Februar freigegeben wurde.

Zu den Neuerungen gehört vor allem MUFFIN, die neue Benutzeroberfläche die anpassbar ist sowie natürlich zahlreiche andere Änderungen.

Zur Libre Office Webseite geht es HIER.

Python3 – Das umfassende Handbuch

Dieses Buch richtet sich an Python-Programmier-Einsteiger als auch an die fortgeschrittenen Benutzer. Die Autoren haben ihr Augenmerk auf den Praxisbezug gelegt, weswegen der Einstieg in die Programmiersprache auch nachhaltig wirkt.

Ich glaube, umfassend trifft es es ganz gut. Natürlich sind mit Sicherheit Punkte dabei, wo sich der eine oder andere mehr Informationen wünschen könnte, aber es heißt auch Das umfassend Handbuch und nicht Das vollständige Handbuch.

Um ein paar Punkte aus dem Buch zu nennen, neben der Einführung in Pyhton werden Themen wie z.B. Modularisierung, Objektorientierung, Reguläre Ausdrücke, Datenspeicherung, Netzwerkkommunikation, GUI-Programmierung, Anbindung an C, Migration von Pyhton 2.x auf 3, uvm. durch genommen.

Auf der beigelegten CD sind die Installationsdateien zu finden als auch die im Buch durchgenommenen Codebeispiele. Das Buch ist in einem sehr guten Schreibstil geschrieben, was mir persönlich wichtig ist. Ich habe auch andere Bücher, die so trocken sind, das es mir echt keinen Spaß macht sie zu lesen, wenn auch sie viel technisches Wissen vermitteln.

Mein persönliches Fazit ist, dass es sich hier um ein echt tolles Buch handelt, das sowohl dem Einsteiger als auch dem fortgeschrittenen Programmierer eine Hilfe ist. Ich habe mich wie so oft, für die Print-Version entschieden. Ich kann aber gerade bei solchen Büchern schwer sagen, was die bessere Variante ist. Ein Buch in der Hand zu haben und daraus zu lesen ist mir an sich persönlich lieber, aber oft finde ich auch ein E-Book gut, da man die Suchfunktion nutzen kann. Wer sich beides kaufen möchte, kann natürlich beide Vorteile für sich nutzen. Wer sich das Buch bei Rheinwerk direkt bestellt, kann bei einem Aufpreis von 5 € beides nutzen. Das funktioniert sogar dann, wenn man ein Buch bei Amazon gekauft hat. Dann kann man das E-Book auch über Rheinwerk für 5 € erwerben. Mehr Informationen dazu HIER.

Autor: Johannes Ernesti, Peter Kaiser
Verlag: Rheinwerk
Auflage: 4 (2015, korregierter Nachdruck 2016)
Preis: 39,90 € (DE)/ 41,10 € (AT)
ISBN: 978-3-8362-3633-1

Das authentische Porträt

Dieses Buch lässt sich am besten als Fotobuch mit Beschreibung bezeichnen. Es gibt auf einer Doppelseite ein Foto und ein Kommentar des Fotografen bzw. der Fotografin daneben. Es geht, wie der Titel schon sagt um Porträts, davon gibt es auf knapp 300 Seiten doch sehr viele und mit verschiedenen Kategorien (klassisch, sinnlich, ernst, usw.).

Das Buch ist kein Lehrbuch „Wie mache ich tolle Porträts“, sondern vielmehr eine Inspirationsquelle mit Gedanken und Beweggründe der einzelnen Fotografen zu Ihren Bildern. Die Lernkurve ist also nicht so steil, wie man es von Lehrbüchern gewohnt ist, allerdings kann jeder für sich die Informationen aus den Texten der Fotografen für sich entnehmen. Ebenso wird man sich nicht für alle Fotos begeistern, ich finde aber, dass viele tolle Fotos dabei sind, die mir persönlich gut gefallen.

Als Neuling in der Porträtfotografie würde ich mir das Buch zu einem Lehrbuch kaufen, sodass man eine gute Inspirationsquelle hat, als auch ein Buch das einem beim Einstieg in die Porträtfotografie hilft.

Insgesamt hat mir das Buch gefallen, wird mir auf alle Fälle als Inspirationsquelle erhalten bleiben, zudem passt es gerade zu meinem Projekt an dem ich arbeite, der Porträtfotografie.

Autoren: Felix Brokbals, Michael Färber, Moritz Fuchs, Sabrina Guthier, Marina Kleoss, Corwin von Kuhwede, Ute Mans, Anton Rothmund und Ronald D. Vogel
Verlag: Rheinwerk
Preis: 39,90€ (DE)/ 41,10€ (AT)
ISBN: 978-3-8362-4325-4

Projekt Beauty

Bei diesem Videotraining ist man Live dabei, wenn Calvin mit dem Model und der Visa spricht, ebenso beim Shooting selbst. Ich kenne das Konzept zwar schon von anderen Fotografen, nicht aber von Calvin Hollywood. Nach dem Shooting werden die dabei entstandenen Bilder bearbeitet, ebenso „Live“.

Themen wie: Wie bekomme ich überstehende Haare weg, bis hin zur Hautretusche, RAW-Entwicklung, Dodge & Burn, etc. fehlen in diesem Videotraining nicht.

Alles in allem ein tolles Videotraining für die Zielgruppe Anfänger bis fortgeschrittene Fotografen.

Mein persönliches Fazit: Interessant zu sehen, wie Calvin mit dem Model interagiert. Die Photoshop Techniken kenne ich von Calvin schon. Ist aber dann dennoch eine nette Wiederholung zum Auffrischen. Ich würde sagen, ein weiteres gelungenes Videotraining von Calvin Hollywood.

Trainer: Calvin Hollywood
Verlag: Video2Brain
Dauer: 4 Stunden und 45 Minuten
Preis: Nur im Video2brain Abo
Link: Hier geht’s zum Videotraining

Fotos entwickeln

Seit ich sotografiere habe ich nicht sonderlich viel Fotos entwickeln lassen. Auf meinem Canon Shelby hatte ich noch die meisten Fotos ausgedruckt. Seitdem das gute Teil defekt ist und im Müll gelandet ist, ist damit komplett Schluss. Nur noch mein kleiner Fuji Instax Drucker bringt noch Fotos zu „Papier“. Aber das ist mir ehrlich gesagt auch zu teuer darauf viele Fotos zu drucken und zudem sind sie auch klein. Ein nettes Gimmick aber keine Lösung um Fotos zu betrachten.

Ich hatte mir Ende 2016 vorgenommen im Jahr 2017 jeden Monat Fotos, vom letzten Monat, entwickeln zu lassen. Im Jänner hatte ich es nicht geschafft, wohl aber die Fotos ausgewählt, fertig bearbeitet und exportiert. Gestern habe ich das Monat Februar fertiggemacht und zu guter Letzt auch zum Entwickeln geschickt. In ein paar Tagen werde ich dann wieder richtige Fotos in den Händen halten.

Ich bin der Meinung, und das werden viele bestätigen, das man Fotos die man in den Händen hält, ganz anders betrachtet wie auf dem Bildschirm. Mir ist es wichtig nicht einfach nur über die Fotos zu scrollen, sondern die Bilder richtig zu betrachten und ggf. auch Details wahrzunehmen.

Außerdem hab ich mir letztes Jahr (oder das Jahr davor) Bilderrahmen für die Wand gekauft, um darin „aktuelle“ Fotos zu präsentieren. Das sollte ich auch mal umsetzen.

Ein Anfang von einigen anderen noch geplanten Dingen in diesem Jahr.

ProRare 2017

Wie auch in den letzten Jahren war ich auch dieses Jahr wieder als Fotograf für ProRare unterwegs. In den letzten Jahren war es der Marsch der seltenen Erkrankungen, dieses Jahr fand die gesamte Veranstaltung im MQ (Wien) statt. Ich möchte hier nur einen kleinen Ausschnitt der Fotos zeigen.

 

Fotografie ein Prozess wie das Leben selbst

Ich finde, die Fotografie ist ein Prozess wie das Leben selbst. Man beginnt irgendwo bei null, interessiert sich für die neue Welt, die man gerade betritt, informiert sich, denkt man hat gefunden was man sucht, fühlt sich so als hätte man das Ende schon erreicht, um kurz darauf festzustellen „Nein, doch nicht.“

Nach etwas mehr als 6 Jahre Fotografie (wie die Zeit vergeht) und eine gut zwei Jahre andauernden Krise damit, kann ich sagen, es ist noch lange nicht zu Ende. Ich habe auch die Wege anderer Fotografen gesehen und oft gemeint: „Da komm ich nicht hin, das interessiert mich nicht.“ Und dann kam irgendwann doch der Punkt, dass ich auch dort ebenfalls angelangt bin. Das Einzige das mir bisher verwehrt blieb waren die kitschigen HDR-Fotos. Die Gefallen mir auch heute nicht, richtig guten HDR-Fotos sieht man meiner Meinung nach das HDR nicht an. Dem Fachkundigen mag es auffallen, dass der Dynamikumfang der Kamera nicht so weit gehen kann, aber dem Laien oder dem Betrachter an sich, fällt es keinesfalls auf.

Schon vor einiger Zeit habe ich begonnen Fotos so zu bearbeiten, dass sie älter wirken als sie sind. Wirklich zufrieden bin ich damit bis heute nicht, da hilft auch ein Altes Zenit Objektiv nichts, die Sensoren der heutigen Kameras sind viel zu steril. Ich bin also auf der Suche nach Vignettierung, Korn, etc. – das bietet aktuell nur die Analogfotografie. Ich habe mich bisher auch immer gegen die analoge Fotografie gewehrt, weil sie teuer (Die Entwicklung und die Filme) ist und viel zu langsam abläuft. Ich weiß auch gar nicht, was am Ende rauskommt und ggf. ist alles für die Fische gewesen.

Vor zwei Tagen habe ich nach einer analogen Kamera geschaut und kurz überlegt, natürlich auch wieder festgestellt, das ist unnötig. So ganz will mir das aber nicht aus dem Kopf gehen. Mein Kollege hat zwei Einwegkameras auf dem Tisch stehen und ich dachte mir: „He das ist eine gute Idee, auch für Street. Kein Schwein wird Dir damit Beachtung schenken.“ Heute habe ich dann nach Schwarz-Weiß Systeme gesucht und wurde mit Ilford fündig. Bestellt habe ich mir zwar noch keine, aber wenn ich den Weg gehen will/muss, dann mit einer Einwegkamera. Ich werde ganz sicher die analoge Phase nicht komplett mitmachen und lieber gleich zur nächsten Phase übergehen und mich dem hingeben, was mir sowieso schon bewusst ist: Die Kamera spielt keine Rolle. Das würde mir viel Zeit, als auch Geld sparen.

Und was danach kommt, weiß ich jetzt noch nicht. Ich bin schon froh das mir die Fotografie aktuell wieder viel Spaß macht und ich sogar, mehr oder weniger, jeden Tag ein Foto mache. Einfach nur aus persönlichen Emotionen heraus, nicht auf den Anspruch der Sinnhaftigkeit des Fotos, wie ich es die letzten Jahre versucht habe. Ich denke, da ich mehr den Weg des Künstlers als den des praktischen Fotografen gehen will, darf ich nicht ständig die Sinnhaftigkeit eines Fotos hinterfragen, sondern muss mich von meinen Gefühlen leiten lassen. Nur so kann ich meine Persönlichkeit in der künstlerischen Fotografie entfalten. Denn Kunst ist keine Frage von Sinnhaftigkeit, sondern sie berührt einem mit Emotionen, produziert Skandale, zeigt die ungeschönte Wahrheit, greift gesellschaftliche Probleme auf, etc. – glänzt aber nicht nur durch Schönheit und muss auch keinesfalls einen Sinn ergeben. Ich arbeite aktuell mit den Emotionen alleine, damit schaffe ich mehr Bilder für mich als für die Allgemeinheit. Ich habe keinen Anspruch auf Perfektion, keinen Anspruch auf reine Schönheit und auch nicht an die Technik. Es geht aktuell einzig und allein um das emotionale Gefühl, von was auch immer, jetzt ein Foto zu machen. Das muss niemanden gefallen und bringt mit Sicherheit auch genau die Fotos hervor, die ich die letzten Jahre immer kritisiert habe. Aber vielleicht lerne ich dadurch die Welt der Fotografie besser zu verstehen. Und wenn nicht, hat es mir zumindest Spaß gemacht, das für mich Wichtigste in der Fotografie.

Fuji X-T1, Helios M44-4 58mm f2.8 – JPG Out Of Cam (OOC), der Frühling beginnt